Termine 2024

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Fugger Konzerte 2024

Musica, cur siles? – Von Musik und Stille

Konzert mit CD-Präsentation
Musik von Ludwig Senfl, Heinrich Isaac, Costanzo Festa, Kaspar Othmayr, Paul Hofhaimer u.a.
Sonntag 21. Januar 2024, 16:00 Uhr

St. Anna, Im Annahof 2, 86150 Augsburg

Kartenvorverkauf und Reservierung: Karten zu 26,00 Euro, ermäßigt 18,00 Euro, an der Abendkasse, Tourist-Info am Rathausplatz und online bei reservix, zuzüglich VVK-Gebühr.

Musica, cur siles?“ – Musik, warum schweigst Du? So lautet eine Textzeile der Trauermotette „Quis dabit oculis nostris fontem lachrymarum“, die Ludwig Senfl, Leiter der Hofkapelle Maximilians I. auf den Tod des Kaisers 1519 verfasste. Er adaptierte hierfür eine bereits bestehende Komposition des Italieners Costanzo Festa (ca. 1490–1545), was möglicherweise durch den plötzlichen Tod Maximilians begründet ist. Dieses Werk, sowie weitere von Ludwig Senfls berühmtem Lehrer Heinrich Isaac und auch von König Heinrich VIII., einem ebenso den Musen zugetaner Herrscher, dem Maximilian im Jahre 1513 begegnet war, werden nicht schweigen – sondern erklingen.

Das Ensemble stellt in diesem Konzert die neu erschienene CD gleichen Titels vor.

Ausführende: Stefan Steinemann, Altus | Iris Lichtinger, Renaissanceblockflöten | Tabea Schwartz, Renaissancegambe | Vincent Kibildis, Renaissanceharfe | Michael Eberth, Clavicytherium


„Supernova“

Alte Musik Plus: Hildegard von Bingen im 21. Jahrhundert

mit Musik von Hildegard von Bingen, Bernhard Lang, Klaus Hinrich Stahmer, Baptiste Romain und Wolfram Oettl

Sonntag, 11. Februar 2024, 17:00 Uhr

H2-Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast Augsburg, Beim Glaspalast 1, 86153 Augsburg

Kartenvorverkauf und Reservierung: Karten zu 26,00 Euro, ermäßigt 18,00 Euro, an der Abendkasse, H2-Zentrum für Gegenwartskunst, Beim Glaspalast 1, 86153 Augsburg, Reservierung unter 0821 324 41 55, Tourist-Info am Rathausplatz und online bei reservix, zuzüglich VVK-Gebühr.

Wohl kaum eine mittelalterliche Persönlichkeit ist heutzutage so bekannt wie die Mystikerin, Visionärin, Universalgelehrtin und Komponistin Hildegard von Bingen (1198–1279). Ihre Gesänge sprengen in Hinsicht auf Emotionalität und musikalische Formen die Grenzen des gregorianischen Chorals.

Im Programm „Supernova“ entsteht ein Raum für die historische Aufführung Hildegards Lieder und gleichzeitig für experimentell angelegte Neuansätze und Paraphrasen. Für diesen Brückenschlag zwischen historischer und heutiger Musik sind drei Kompositionsaufträge vergeben worden. Dafür gewonnen wurde auch der österreichische Komponisten Bernhard Lang, ein wichtiger Vertreter der aktuellen Avantgardemusik.

Bernhard Lang, Baptiste Romain und Wolfram Oettl greifen in ihren Neukompositionen die kontemplative Kraft, sowie die expressive Klangsprache Hildegards auf. Dabei treffen sie auf Gemeinsamkeiten aber auch auf Unterschiede, die durch den historischen Sprung vom 12. ins 21. Jahrhundert die Faszination zwischen entfernten Klängen und Welten entstehen lassen.

Die Uraufführung einer Komposition von Klaus Hinrich Stahmer für das Alphorn ergänzt dieses Konzert in den großflächigen Museumsräumen des H2-Zentrum für Gegenwartskunst.

Ausführende: Per-Sonat Sabine Lutzenberger, Daisy Press, Karin Weston, Gesang | Wolfram Oettl, Truhenorgel, Keybord | Baptiste Romain, Fidel, Dudelsack | Martin Roos, Alphorn

Dieses Konzert wird von der Stiftung Bayerischer Musikfonds unterstützt.


„Fair Isle“

Englische Barockmusik zwischen Melancholie, noblem Understatement und Humor

Musik von Henry Purcell, Jacques Paisible, John Loeillet, Francis Barsanti u.a.

Sonntag, 7. April 2024, 18:00 Uhr

Speisezimmer im Schaezlerpalais, Maximilianstrasse 46, Augsburg

Kartenvorverkauf und Reservierung: Karten zu 26,00 Euro, ermäßigt 18,00 Euro | Schaezlerpalais, Maximilianstrasse 46, 86150 Augsburg, Telefon: (0821) 324 41 02, an der Abendkasse, Tourist-Info am Rathausplatz, und online bei reservix.

„Fair Isle“, die entlegenste bewohnte Insel Grossbritanniens liegt mitten im Ozean zwischen Schottland und Norwegen. Aus Francis Barsantis 1742 in Edinburgh gedruckter „Collection of Old Scots Tunes“ werden eine Auswahl in diesem Konzert erklingen. Barsanti, ursprünglich in Lucca geboren, war dem Bedarf nach italienischen Musikern folgend nach London gegangen und arbeitete dort als Instrumentalist und Komponist, auch als Kopist für Händel. Melancholie, nobles Understatement, „solemnity“ – würdevolle Feierlichkeit – aber auch immer wieder launiger Humor sind typisch für den Charakter der Barockmusik der Insel Grossbritanniens. Auch „Fairest Isle“, die berühmte Aria aus Henry Purcell`s Semi-Opera “King Arthur” wird in diesem Programm aufgegriffen. Jedoch nicht vokal, sondern rein instrumental – dies entspricht einer Praxis der Barockzeit, beliebte Opernmelodien für Instrumente zu transkribieren. John Dryden (1631-1700), der Librettist der Oper setzte hier Grossbritannien, the „Fairest Isle“, gleich mit Kythera, der Insel der Seligen. Aus ihrem musikalischen Reichtum stammen die Werke, die Iris Lichtinger und Axel Wolf für diesen Abend gewählt haben.

Ausführende: Iris Lichtinger, Barockblockflöten und Axel Wolf, Laute & Theorbe


Letzte Orte – Grabstätten und Epitaphien in St. Anna

Alte Musik Plus: Musikalische Führung in St. Anna
Samstag, 4. Mai 2024, 12:15 Uhr

St. Anna Kirche, Im Annahof 2, 86 150 Augsburg

Kartenvorverkauf und Reservierung: Preis Erwachsene 17,00 Euro, 25% Ermäßigung mit SWA-App | Anmeldung: Telefon: 0821 50207-21 oder www.augsburg-tourismus.de| Sprache Deutsch | Teilnehmer 5 bis max. 30 Personen | Treffpunkt: Haupteingang der Kirche

Das Kloster der Karmeliten, das später zur evangelischen Pfarrkirche St.Anna wurde, diente seit dem Mittelalter als Begräbnisstätte wohlhabender Augsburger Familien. Um die Kirche herum wurden als Stiftungen Kapellen gebaut, die Wände des Kreuzgangs besetzten immer mehr Erinnerungstafeln (Epitaphien). Die Bildwelten dieser Grabstätten geben Einblicke in den Glauben ihrer Entstehungszeit und sind bedeutsame Zeugnisse der Kunstgeschichte.

Ausführende: Musikalisch begleiten Dr. Gregor Nagler, Historiker, Moderation, Angelika Radowitz (Tenor-Bassdulcian) und Michael Eberth (Orgel/Clavicitherium) die Führung mit Musik aus der Zeit Martin Luthers, der auf seiner Reise zu Kardinal Cajetan nach Rom in St. Anna Zuflucht fand.


Der „badische Bach“

ein Sänger aus Hamburg und das Wohltemperirte Clavier – Bachs Inspirationsquellen
Freitag, 31. Mai 2024, 19:00 Uhr

Rokokofestsaal im Schaezlerpalais, Maximilianstrasse 46, Augsburg

Kartenvorverkauf und Reservierung: Karten zu 26,00 Euro, ermäßigt 18,00 Euro | Schaezlerpalais, Maximilianstrasse 46, 86150 Augsburg, Telefon: (0821) 324 41 02, an der Abendkasse, Tourist-Info am Rathausplatz, und online bei reservix.

Das „Wohltemperirte Clavier“ von Johann Sebastian Bach gehört zu den prominentesten Werken für Tasteninstrumente. Dabei denken wir an 24 Präludien und Fugen in allen Dur- und Molltonarten und an die damit verbundene, vermeintlich „moderne“ Klavierstimmung. Dieser Beitrag Bachs war dabei keineswegs der erste, sicher aber der konsequenteste. Welche Rollen spielten dabei der in Böhmen geborene und im Badischen zu Ruhm gelangte Komponist Johann Caspar Ferdinand Fischer und der Hamburger Sänger und Musiktheoretiker Johann Mattheson? Michael Eberth beleuchtet die Präludien der Sammlung, begibt sich auf die Suche nach Spuren, die Bach als Inspirationsquelle gedient haben könnten und läßt somit viele Stücke neu im schillernden Licht zwischen Improvisation und Komposition erscheinen.

Ausführender: Michael Eberth, Cembalo


Weißpappeln und Kuppeln – St. Maria Alber

Alte Musik Plus: Musikalische Führung in St. Maria Alber
Samstag, 12. Oktober 2024, 14:30 Uhr

St. Maria Alber, Maria-Alber-Straße, 86316 Friedberg

Kartenvorverkauf und Reservierung: Preis Erwachsene 17,00 Euro, 25% Ermäßigung mit SWA-App | Anmeldung: Telefon: 0821 50207-21 oder www.augsburg-tourismus.de| Sprache Deutsch | Teilnehmer 5 bis max. 30 Personen | Treffpunkt: Haupteingang der Kirche

Der Zollbeamte Arnold Schwenckh setzte 1686 eine Nachbildung des Altöttinger Gnadenbildes in einen hohlen Pappelstamm auf dem freien Feld zwischen Augsburg und Friedberg. Bald riefen Menschen in Not dieses Gnadenbild – Maria in der Alber (Pappel) – zu Hilfe, und pilgerten an den Ort. Einige Jahre später wurde deshalb ein Rundbau nach dem Vorbild des Pantheons in Rom errichtet: Statt einer Pappel barg nun ein reich stuckierter Kuppelbau das verehrte Marienbild.

Ausführende: Auf Musikinstrumenten des 16. Jahrhunderts begleiten die Ausführenden Martina Bulla (Zink), Angelika Radowitz (Tenor/Bassdulcian) und Markus Bartholomé (Alt/Tenordulcian) die Führung von Dr. Gregor Nagler (Historiker und Moderation), mit Werken von Ludwig Senfl, Josquin Desprez und Jacob Obrecht.


Vox Naturae

– Die Stimme der Natur im Echoraum der mittelalterlichen Mystik
Sonntag, 27. Oktober 2024, 17:00 Uhr

Pfarrkirche St. Anna, Im Annahof 2, 86150 Augsburg Goldschmiedekapelle

Kartenvorverkauf und Reservierung: Karten zu 26,00 Euro, ermäßigt 18,00 Euro, an der Abendkasse, Tourist-Info am Rathausplatz und online bei reservix, zuzüglich VVK-Gebühr.

Geistliche und philosophische Gesänge u.a. von Hadewijch von Brabant, Hildegard von Bingen, Heinrich von Meißen/Frauenlob, Alanus ab Insulis u.a. Das Ensemble Candens Lilium spürt in der Duobesetzung Gesang und Mittelalterliche Flöten und Harfe der Stimme der Natur in den Werken mittelalterlicher Mystikerinnen und Mystiker vom 12. – 14. Jahrhundert nach. Deren dichterisches Werk stand oft in enger Verwandtschaft zu musikalischen Genres wie dem mittelhochdeutschen Sangspruch und Leich sowie zu bestimmten lateinischen Sequenzen mit philosophischem und naturmystischem Inhalt, welche auch außerliturgisch aufgeführt wurden und zudem oft den gleichen Melodiebestand verwendeten wie die frühe kontemplative Instrumentalmusik des Mittelalters. Das Duo, das schon mehrfach vielbeachtete Veröffentlichungen zum Schaffen Heinrichs von Meißen – genannt Meister Frauenlob – herausgebracht hat, präsentiert hier ein Programm im Echoraum der Mystik. Es erklingen unter anderem Lieder der flämischen Begine Hadewijch von Brabant, der rheinischen Mystikerin Hildegard von Bingen sowie Werke des Spruchsängers Frauenlob, des Pariser Dichters Alanus ab Insulis neben frühen Instrumentalweisen, oft auch von anonymer Hand.

Ausführende: Ensemble Candens Lilium Sabine Lutzenberger, Gesang; Norbert Rodenkirchen, mittelalterliche Harfe, Flöte


Lauter Wonne, lauter Freude!

Barocke Musik zur Weihnachtszeit

mit Musik von Georg Philipp Telemann, Johann Sebastian Bach, Johann Schelle, Karl Friedrich Abel

Samstag, 30. November 2024, 19:00 Uhr

St. Jakob, Bei der Jakobskirche 4, 86152 Augsburg

Kartenvorverkauf und Reservierung: Karten zu 26,00 Euro, ermäßigt 18,00 Euro, an der Abendkasse, Tourist-Info am Rathausplatz und online bei reservix, zuzüglich VVK-Gebühr.

Das auf historische Aufführungspraxis spezialisierte Ensemble Basel Barock musiziert ein weihnachtliches Programm mit Kantaten und Instrumentalmusik von Georg Philipp Telemann, darunter auch die für den vierten Adventssonntag komponierte Kantate „Lauter Wonne, lauter Freude“. Dabei erzeugt die häufig in der Hirtenmusik verwendete Blockflöte mit ihrem pastoralen Klang im Zusammenspiel mit der Singstimme eine weihnachtliche Stimmung, die nicht nur besinnlich, sondern auch freudig virtuos anmutet.

Das Ensemble Basel Barock wurde 2021 in Basel gegründet. Die vier Musiker studierten alle an der Schola Cantorum Basiliensis und lernten sich dort kennen. Seitdem sind sie bei renommierten Festivals und Konzertreihen in den Niederlanden, Deutschland und der Schweiz aufgetreten, beispielsweise beim Festival Oude Muziek oder dem Alte Musik Festival in Neuburg an der Donau.

In Neuburg an der Donau gewann das Ensemble ebenfalls 2021 den ersten Preis im Biaggio Marini Wettbewerb für Kammermusikensembles, die sich auf historische Aufführungspraxis spezialisiert haben.

Das Ensemble konzentriert sich auf Instrumental- und deutschsprachige Vokalmusik des 17. und 18. Jahrhunderts. Es versucht stets, durch den Einsatz von Nachbauten historischer Instrumente und historischen Quellen zur Aufführungspraxis lebendige und überzeugende Interpretationen dieser Alten Musik zu schaffen.

Die vier Musiker verfolgen zudem individuelle internationale Konzertkarrieren, durch die sie mit Ensembles wie dem Barockorchester La Cetra, der Bachstiftung St. Gallen, der Bachakademie Stuttgart und vielen anderen auftreten. Darüber hinaus sind sie alle in der Lehre tätig, sowohl im privaten Bereich als auch an Musikhochschulen und Musikschulen in Deutschland und der Schweiz.

Ausführende: Basel Barock mit Cornelia Fahrion, Sopran | Teun Wisse, Blockflöte | Marina Cabello del Castillo, Viola da Gamba | Teun Braken, Cembalo